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| Installation einer drehbaren Satelliten-Antenne durch USALS |
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Die Installation einer drehbaren Satelliten-Antenne wird durch USALS spürbar erleichtert. SAT+KABEL verraten, wie`s geht.
Warum nach den Sternen greifen, um sich dann mit einem einzigen zufrieden zu geben? Jede Satelliten-Installation lässt sich durch
Integration eines Drehmotors für den Empfang sämtlicher Orbitalpositionen flott machen. Das bedeutet über Astra 19,2 Grad und Eutelsat Hotbird hinaus eine
schier unüberschaubare Fülle von Programmen, die selbst hartnäckige Zapper- Daumen nächtelang auf Trab hält. Ausstrahlungen aus Afrika, Asien und sogar vom
amerikanischen Kontinent lassen sich auf diese Weise ins Haus holen. Trotzdem ist der Löwenanteil bundesdeutscher Satelliten-Installation stationär ausgelegt.
Woran mag das liegen? Viele Nutzer stören sich am Drehgeräusch des Motors, andere halten die Einrichtung der Mobiloption für zu kompliziert. Hinzu kommt,
dass das notwendige Zubehör nicht zum Standart-Inventar von Elektromärkten und Fernsehhändler gehört.
GESTATTEN: USALS
Mit seinem "Universal Satellites Automatic Location System", kurz: USALS, versucht das italienische Unternehmen Stab das Thema Drehantenne durch einen
besonderes einfach gestalteten Installationsprozess salonfähig zu machen. Während bei konventionellen Motorschüsseln jeder anzusteuernde Satellit in einem
aufwändigen Setup-Prozess manuell angesteuert, einjustiert und programmiert werden muss, klappt das bei einem USALS-System weitaus einfacher. Hier wird
eine einzelne Position (z.B. Astra 19,2 Grad Ost) zur Referenz erkoren und mit Angaben zum Breiten- und Längengrad am Receiver eingegeben. Die
notwendigen Drehbewegungen für alle übrigen Satelliten werden dann ohne manuelles Zutun aus diesen Basiswerten errechnet, die Nachkorrekturen
beschränken sich auf ein Minimum. Die Vorzüge von USALS können Sie allerdings nur nutzen, wenn Ihr Receiver mit diesem System ausgestattet ist und
sich über festgelegte Steuerungskommandos mit der Antenne verständigen kann.
SCHRITTMACHER
Die nachträgliche „Mobilmachung“ einer stationären Antenne gestaltet sich bei systematischer Vorgehensweise verhältnismäßig einfach.
Wichtig ist allerdings , dass auch größeren Drehbewegungen eine absolut freie Sicht in südlicher Himmelsrichtung gegeben ist.
Zu den Seiten sollten sich in einem Winkel von 70 Grad , nach oben zwischen 25 und 45 Grad keine Hindernisse in den Weg stellen.
Berücksichtigen Sie , dass Bäume eventuell noch wachsen und Nachbargrundstücke noch bebaut werden könnten. In Grenzfällen sollten
Sie die Position der Installation geringfügig verändern. Um eine exakte Positionierung sicherzustellen, wird im folgenden überprüft,
ob der Halterungsmast des Parabolspiegels an der Wand oder auf dem Hausdach lotgerecht ausgerichtet ist und gegebenenfalls der Sitz nachkorrigiert.
Anschließend kann der Spiegel abgenommen und an seiner Stelle ein USALS - tauglicher Drehmotor am oberen Ende der Halterung befestigt werden.
Nächster Schritt ist die Einstellung der korrekten
„ Motor Elevation „ an der Skala der integrierten USALS – Halterung.
Dieser Wert entspricht dem Breitengrad des eigenen Wohnorts und lässt sich z.B unter
http://www.heavens-above.com ermitteln.
Jetzt kann der Parabolspiegel wieder an der Halterung des Motors befestigt werden . Versichern Sie sich noch einmal, ob der korrekte
Elevationswinkel eingestellt ist. Ganz wichtig bei diesem Schritt: Die Antenne muss exakt mittig am Montagemast angebracht sein, damit der
Spiegel nicht etwa schief in der Halterung schlenkert . Kontrollieren Sie den Sitz durch einen Blick von oben oder orientieren Sie sich an
der Zentralmarkierung, die bei vielen USALS- Motoren an der Halterung aufgebracht ist. Nachdem Sie die Antenne mit Hilfe eines Kompass
exakt in Südrichtung ausgerichtet haben , können Sie alle Schrauben und Muttern anziehen . Die Arbeiten im Außenbereich sind beinahe abgeschlossen.
INTELLIGENTER RECEIVER
Der Rest der Arbeit übernimmt jetzt der USALS – taugliche Receiver. Entsprechende ausgestattete Geräte erkennen Sie am
offiziellen Logo auf der Verpackung oder an der Box selbst. Wechseln Sie in den USALS – Modus des Installationsmenüs und entscheiden Sie zunächst,
welche Satellitenposition Sie als Referenz fest legen möchten. Üblicherweise sollte es der Satellit sein, auf den die
Antenne bereits vorher ausgerichtet war, z.B Astra 1A. Anschließend rufen sie die „ Goto o „ – Funktion auf , die den USALS-
Motor auf seine interne 0 Grad –Position schwenkt . nun benötigen Sie die auf oben genannter Website oder anderweitig ermittelten
Werte für Breitengrad und Längengrad des Installationsortes . Der Astra – Satellit läge nämlich von ihnen aus gesehen nur dann auf der
Position 19,2 Grad Ost, wenn Sie sich am Nullmeridian aufhalten würden . Tatsächlich ist aber z.B Frankfurt auf dem Längengrad 8,2 Grad
Ost angesiedet , so dass Sie diesen Wert zunächst in Abzug Bringen und 11 Grad als Längengrad in den Receiver einprogrammieren müssen.
Der Breitengrad ist der selbe , den Sie einige Schritte zuvor bereits für die „ Motor Elevation „ ermittelt haben. Es empfiehlt sich,
die Antenne nach dem Anfahren des Astra- Satelliten noch einmal exakt nachzujustieren . Ist schon der Referenzsatellit ungenau positioniert,
nimmt die Ungenauigkeit bei anderen Satelliten mit steigendem Drehwinkel zu. Wechseln Sie also auf einen beliebigen Astra- Kanal und lösen Sie
noch einmal die Halterungsmuttern am USALS - Motor. Durch leichte Drehbewegungen nach links und rechts können Sie nun gemeinsam mit
einem Helfer fein justieren , bis die Signalstärke- Anzeige am Receiver das höchstmögliche Niveau erreicht hat.
Der Lohn für ihre Mühen ist ein komplett eingerichtetes Motorsystem, das nun auch „ Fremdsatelliten „ wie Arabsat,
Türksat oder Eutelsat zuverlässig ansteuert ,ohne dass Sie deren Position ein einziges Mal manuell einjustieren mussten.
Das gilt auch für etwaige Satelliten- Neustarts in der Zukunft, deren Position dann zu jedem beliebigen Zeitpunkt einfach per Software-
Update vom Receiver erlernt werden kann.
DiSEqC?
Unklarheit herrscht häufig darüber, ob es sich bei USALS
um einen eigenen DiSEqC- Standard handelt . Für zusätzliche Verwirrung sorgt die Praktik verschiedener Hersteller von Satelliten- Equipment,
die USALS pauschal mit dem DiSEqC- Level 1.3 gleichsetzen. Das entspricht allerdings nicht den Tatsachen. USALS- Entwickler Stab weist explizit
darauf hin, dass das „ Universal Satellites Automatik Location System „ ein Software – technische Erweiterung sei, mitnichten aber ein eigenständiges
Steuerungsprotokoll. Es greift für die Berechnung von Positionsdaten lediglich auf die
DiSEqC- 1.2- Option „ Drive Motor to Angular
Position „ ( Motor auf Winkelposition bewegen ) zurück. Trotzdem ist wichtig , dass sowohl Motor als auch Receiver über eine explizite USALS- Zertifizierung verfügen,
um alle Steuerungsmerkmale zu unterstützen. Nicht jede settop- Box mit „ Goto- X“ Funktion im Motorsteuerungs- Menü Beherrscht die Zusammenarbeit mit
dem zungenbrecherischen Universal Satellites Automatic Location System.
*** "Quelle: http://www.satundkabel.de/ Alexander Rösch sat+kabel 1+2/2007" ***
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